Von: Juna aus Hannover, 36 Jahre alt

JunaIch bekam einen wunderschönen Jungen (Leon mittlerweile 5) und liebe ihn sehr. Leons Vater hatte mich verlassen, als ich ihm sagte, dass ich schwanger sei.

Etwas besorgt über Leons Entwicklung, konsultierte ich verschiedene Ärzte und erhielt die Diagnose Autismus.

Mein Kind ist autistisch!

Ich liebe ihn sehr, aber das machte vieles unglaublich schwierig für uns. Seit dieser Zeit kümmerte ich mich fast ausschließlich um Leon und gab die Suche nach der großen Liebe erst mal auf. Ich hatte genug im Kopf.

Zweimal die Woche, habe ich zwei Stunden Zeit (wegen einer Therapie, die Leon macht). Meistens sitze ich dabei in einem Café neben dem medizinischen Zentrum.

Dort traf ich Martin. Ein unbeschwerter Typ, der das Leben nimmt, wie es kommt. Ich erzählte ihm erst mal wenig von mir, denn es war einfach schön von seiner tiefenentspannten Art umspült zu werden. Wir wiederholten das wöchentlich, schrieben uns, telefonierten und wurden sehr vertraut miteinander. Er wusste von Leon und kannte in groben Zügen meine Geschichte. Schließlich begann er mich einzuladen, was ich ablehnte.

Nachdem das etwa fünf Monate so weiter ging (er war sehr hartnäckig :), erzählte ich ihm, beim nächsten Treffen im Café, schließlich alles. Ich war mir sicher, dass ihn das in die Flucht schlagen würde, er seine Bemühungen um mich einstellen würde, aber er blieb. Er umarmte mich und sagte etwas, dass ich nie erwartet hätte: „Kann ich dir helfen?“

Er hatte unendlich viel Geduld, bis ich bereit war, meine Welt für ihn zu öffnen. Ich war skeptisch, doch als er Leon kennenlernte, erhielt ich den größten Liebesbeweis, den ich mir nur vorstellen kann. Martin behandelt Leon mit solcher Fürsorge. Er sieht nicht das Kind eines anderen in Leon, sondern nur die neugierigen Augen. Es stört ihn nicht, dass Leon sich anders verhält, er liebt ihn einfach. Ich bekam etwas, dass ich schon verloren glaubte. Dank diesem strahlenden Mann, der an meiner Seite stehen will, habe ich meine wahre Liebe gefunden.

 


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